Gründer des Parents Circle ist der Israeli
Yitzhak Frankenthal, dessen 19-jähriger Sohn Arik im Jahre 1994 von Hamas-Angehörigen entführt und ermordet wurde. Ziel der Initiative ist es, die öffentliche Meinung in der israelischen und der palästinensischen Gesellschaft davon zu überzeugen, auf Rache und Vergeltung zu verzichten. Stattdessen setzt sich das Forum auf vielfältige Weise für Versöhnung, Gewaltlosigkeit und Dialog ein. Frieden ist der einzige Weg, anderen Familien den Schmerz des Verlustes eines lieben Angehörigen zu ersparen, so sagen die betroffenen Familien.
Im Jahre 2005 waren trauernde Eltern mehr als 1000 Mal in israelischen und palästinensischen Schulklassen zu Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern im Einsatz. Einmal jährlich bietet die Initiative für israelische und palästinensische Kinder aus trauernden Familien ein Sommercamp an. Erstmalig veranstaltete der PCFF im Jahr 2005 ein Jugendseminar mit israelischen und palästinensischen Gymnasiasten, in dessen Mittelpunkt ein Dialog-Training stand. In öffentlichen Kampagnen und Aufrufen setzt sich das Forum für Versöhnung, Koexistenz und Gewaltlosigkeit ein. Treffen mit Ministern und Premiers auf höchster Ebene sind ebenso Teil des Konzepts wie Familienseminare, Jugendarbeit, Friedensdemonstrationen oder eine symbolische Blutspendeaktion von Palästinensern für Israelis und von Israelis für Palästinenser. Eine der erfolgreichsten Aktionen war die Einrichtung einer Telefonhotline im Jahr 2004, die Palästinenser und Israelis verbindet. Seither sind über die Hotline bereits mehr als 800.000 Gespräche zwischen Israelis und Palästinensern zustande gekommen.
Der Parents Circle - Families Forum hat bereits eine Reihe internationaler Auszeichnungen erhalten, darunter im Jahre 2003 den Bremer Friedenspreis der Stiftung ‚Die Schwelle'.